Spätburgunder Trauben – das sollten Sie über den Spätburgunder Wein wissen

Der Spätburgunder, auch als Pinot Noir Rotwein bezeichnet, gehört zu den beliebtesten Weinen in Deutschland und in vielen weiteren Ländern. Doch was zeichnet die Spätburgunder Rebe aus und welche Weine werden aus der Traube Spätburgunder gewonnen? Wir geben Ihnen einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Anbaugebiete, über den Pinot Noir Geschmack und beraten Sie welcher Spätburgunder zu welchem Essen serviert werden kann.

In welchen Weinregionen / Weinländer wird die Spätburgunder Traube angebaut?

Der Spätburgunder oder auch Pinot Noir Rotwein wird in vielen Ländern angebaut. Neben dem Ursprungsland Frankreich, genauer gesagt der Burgund, gehören die Spätburgunder Trauben auch in Deutschland zu den am häufigsten angebauten Rebsorten. Beinahe in jedem Weinanbaugebiet Deutschlands werden die Spätburgunder Trauben angebaut. Dies liegt unter anderem daran, dass die Rebsorte sehr hohe Ansprüche an ihre Umgebung stellt. Aus diesem Grund finden die Spätburgunder Trauben unter anderem weitere Anbaugebiete in Florida, in Neuseeland, in Australien, in der Schweiz und in einigen italienischen Anbaugebieten. Die Reben benötigen vor allem ein stabiles Klima mit nicht zu großer Hitze und einen fruchtbarer und stark kalkhaltigen Boden. Aus diesem Grund kommen nur sehr wenige Anbaugebiete in Frage. Die Traube Spätburgunder ist zudem aufgrund ihrer dünnen Wände sehr empfindlich bei Temperaturschwankungen. Auch viele der typischen Krankheiten bei Rebsorten stellen eine Gefahr für die Spätburgunder Trauben dar.

Charakter der Spätburgunder Rebe

Der Spätburgunder Geschmack beziehungsweise das Pinot Noir Aroma wird von vielen Kennern sehr geschätzt. Es ist vollmundig und samtig am Gaumen und zeichnet sich durch ein sehr fruchtiges Aroma für einen Rotwein aus. Zudem ist bei vielen der Weine ein sanfter Mandelgeschmack zu erahnen, welcher den Wein noch komplexer erscheinen lässt. Typisch für den Duft des Weines ist der leicht süßliche Duft nach roten Beerenfrüchten, welcher dem Wein einen ganz eigenen Charakter verleiht. Wird der Wein im Barrique gereift, kommen häufig noch Anklänge von Vanille und Zimt hinzu, welche diese Fruchtigkeit angenehm unterstreichen.
Allerdings gibt es mittlerweile viele Winzer, welche von der traditionellen Kelterung beim Spätburgunder trocken abweichen und einen modernen Wein anbieten. Dieser ist in der Regel deutlich kräftiger in der Farbe, verfügt über deutlich mehr Gerbstoffe und weniger Säure. Meist werden diese Weine nur für eine kurze Zeit in kleinen Fässern aus Eichenholz gelagert, um den Charakter zu entwickeln. Der Spätburgunder Rotwein-Geschmack zeichnet sich durch seine hohe Komplexität aus. Dies kann auch an der Spätburgunder Farbe abgelesen werden. Je intensiver die Farbe, umso höher auch der Anteil der Gerbstoffe.

Reiner Pinot Noir und Cuvées – beides erlaubt die Rebsorte Spätburgunder

Besonders häufig ist der reine Pinot Noir Rotwein in den Weinhandlungen zu finden. Dank des typischen Pinot Noir Aromas kann die Spätburgunder Rebe hier ihr volles Potenzial entfalten. Allerdings gibt es auch hier erhebliche Unterschiede in den Aromen, da der Pinot Noir Geschmack sehr stark von den Wachstumsvariablen der Weinregion beeinflusst wird. Hier können wir nur raten sich durch die verschiedenen Rotweine zu probieren und der Traube Spätburgunder mehrfach eine Chance einzuräumen.
Doch auch als Cuvée sind die Spätburgunder Trauben mehr als beliebt. Die Cuvées mit vielen unterschiedlichen Rebsorten gelingt in der Regel sehr gut, da der Spätburgunder Wein in seiner Charakteristik äußerst flexibel und anpassungsfähig ist. Vor allem die beerigen Fruchtnoten der Traube Spätburgunder ist dabei bei Winzern sehr beliebt, da diese harmonisch mit vielen anderen Rebsorten wie beispielsweise der Merlot Traube harmoniert.

Wie ist der Ausbau der Spätburgunder Trauben?

Die Spätburgunder Trauben werden vornehmlich für die Produktion von Rotwein genutzt. Dennoch gibt es nicht nur ausschließlich roten Spätburgunder Wein. So gibt es einige Anbieter, welche auch Rosé Wein aus Spätburgunder Trauben anbieten. Vor allem in deutschen Anbaugebieten sind diese Sorten relativ häufig vertreten und überzeugen durch ihren leichten und dennoch fruchtigen Genuss. Zudem kann aus den Trauben auch Sekt gewonnen werden, welcher unter anderem zu der größeren Verbreitung der Traube Spätburgunder beigetragen hat. Zudem ist es möglich aus den Spätburgunder Trauben auch einen Weißwein zu gewinnen. Dazu werden die Trauben nach der Lese sofort abgepresst Ein sogenannter Blanc de Noir ist das Ergebnis. Der Spätburgunder Blanc de Noir ist für Genießer und Kenner immer eine gute Wahl.
Bei den höheren Qualitäten der Spätburgunder Trauben setzen viele Winzer auf den Ausbau im Barriquefass, um dem Spätburgunder Wein noch mehr Charakter zu verleihen.

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Zu welchem Essen passt ein Spätburgunder als Rotwein?

Ein Spätburgunder trocken eignet sich vor allem für die kühlere Jahreszeit und dementsprechend für dazu passende Gerichte. Damit der Spätburgunder Wein sein volles Aroma entfalten kann, sollte dieser bei Temperaturen zwischen 16 und 18 Grad Celsius serviert werden. Bei der Auswahl von Wein und Speisen sollten Sie bedenken, dass das Alter des Weins dessen Geschmack sehr stark beeinflusst. So sind junge Spätburgunder Weine vor allem von ihrer fruchtigen Note nach Brombeere, Kirsche oder Johannisbeere gekennzeichnet, während ältere und reifere Weine eher nussig schmecken und eine leichte Bitternote aufweisen. Ein kräftiger Spätburgunder trocken passt somit hervorragend zu Wildgerichten, einem guten Braten oder auch zu einer harmonisch gewählten Käseplatte. Welcher Spätburgunder zu welchem Essen gereicht werden soll, hängt somit sehr stark vom Charakter des Weins ab. Ein Weißherbst beispielsweise kann auch zu Vorspeisen oder zu weißem Fleisch gereicht werden. 🍷

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