Lemberger Wein – Was Sie über die Lemberger Rebe wissen sollten

Die Lemberger Rebe ist die Grundlage für den beliebten Lemberger Rotwein trocken oder halbtrocken. Die Rebsorte ist dabei auch als blauer Lemberger bekannt. Der angenehm leichte und dennoch im Geschmack sehr differenzierende Wein überzeugt durch seine einzigartigen Aromen und seine intensive Färbung. Wir zeigen Ihnen alle wichtigen Details zur Lemberger Rebsorte, zu deren Anbau und Ausbau und zu den möglichen Gerichten, die perfekt mit dem Lemberger Rotwein harmonieren.

In welchen Weinregionen / Weinländer wird die Lemberger Traube angebaut?

Die Anbaugebiete für die Lemberger Rebsorte sind in den letzten Jahren beständig angewachsen. Dies liegt unter anderem daran, dass der Lemberger Rotwein trocken und halbtrocken immer mehr Genießer von sich überzeugt. Hinzu kommt, dass die Lemberger Rebe sehr genügsam ist und somit in vielen Anbaugebieten sicher und gut angebaut werden kann. In Deutschland sind es vor allem die Anbaugebiete in Württemberg, welche die größten Anbauflächen bieten. Doch auch in Ungarn, in Österreich und in Teilen der Schweiz wird die Lemberger Rebsorte regelmäßig angebaut. Durch das milde Klima der Regionen und vor allem auch durch die langen und häufig trockenen Sommer kann sich die Lemberger Traube voll entfalten und ihr typisches Aroma entfalten. Darüber hinaus wird die Lemberger Traube in keinen anderen Ländern in nennenswerter Menge angebaut. Da jedoch die Anbaugebiete in Deutschland und Österreich immer stärker anwachsen, können sie sich auf mehrere Wein Cuvées mit der Lemberger Traube konzentrieren. Beim Lemberger Wein spielt die Herkunft eine eher untergeordnete Rolle, womit die gewonnenen Weine aus der Lemberger Rebe in ihrer ganzen Vielfalt unabhängig von der Weinregion genossen werden können.

Charakter der Lemberger Rebe

Die großen und dicht wachsenden Trauben der Lemberger Rebsorte überzeugen durch ihre intensive Färbung und ihren angenehmen Geschmack. Dies wird besonders deutlich, wenn man den Lemberger Rotwein zum ersten Mal verkostet und die verschiedenen Aromen auf sich wirken lässt. Der an Gerbstoffen reiche Wein der Lemberger Traube ist kräftig, wenn auch nicht allzu schwer und gut trinkbar. Dabei muss allerdings der Ausbau der Lemberger Rebe beziehungsweise des Weines beachtet werden. Junge Weine überzeugen meist durch ihre sehr starken Frucht-Aromen, während ältere Weine deutlich schwerer und gerbstoffreicher sind und sich somit einen ganz eigenen Charakter vorbehalten. Typisch für den Lemberger Rotwein halbtrocken oder trocken ist vor allem das in der Nase und am Gaumen präsente Fruchtaroma. Typische Aromen sind unter anderem Brombeeren, Kirschen, Pflaumen, Johannisbeeren und Holunder. Ältere Sorten der besseren Qualität weisen zudem leichte Noten von Banane und Kakao auf oder können sogar leichte Gemüse-Noten nach Pfeffer und Paprika entwickeln. Der Lemberger Wein ist somit enorm facettenreich und ein idealer Begleiter zu vielen Speisen. Die Lemberger Traube ist für Kenner immer eine gute Option und bietet vielfältige Genussmöglichkeiten.

Wie wird die Rebsorte Lemberger verarbeitet?

Die Lemberger Rebe wird sehr häufig reinsortig verarbeitet und überzeugt dabei durch ihr ausgewogenes Aroma und ihre typische Farbgebung. Nicht umsonst ist der Begriff blauer Lemberger ein alternativer Begriff für den Lemberger Rotwein. Dennoch findet sich die Lemberger Rebsorte auch in so manchem Cuvée. Eine typische Kombination für einen solchen Cuvée ist die mit den Zweigelt-Trauben. Auch für Cabernet Sauvignon, Trollinger oder Spätburgunder ist die Lemberger Rebe ein perfekter Partner. Diese Weine profitieren nicht nur von der intensiven Frucht der Lemberger Rebsorte, sondern auch von dessen intensiver Farbgebung. Das Ergebnis sind hervorragende Weine, welche ihre Lemberger Wein-Herkunft allerdings nicht verbergen können. Denn der typische Lemberger Wein-Geschmack bleibt auch in der Cuvée für den Kenner spürbar erhalten.

Wie ist der Ausbau bei der Lemberger Traube?

Der Lemberger Wein beziehungsweise die Lemberger Rebsorte wird ausschließlich für Rotweine verwendet. Aufgrund der sehr intensiven Färbung der Trauben und der damit einhergehenden starken Gerbstoffe eignet sich die Lemberger Rebe nicht zur Verarbeitung zu Weißweinen oder zu einem Rosé. Dementsprechend gibt es den Lemberger Rotwein nur in verschiedenen Abstufungen. Der Lemberger Rotwein trocken ist dabei bei den meisten Genießern am stärksten verbreitet. Doch auch er Lemberger Rotwein halbtrocken wird von vielen Kennern geschätzt. Der Lemberger Rotwein in einer süßeren Ausführung ist praktisch nicht erhältlich und aufgrund der starken Tannine auch nicht wirklich genießbar. Der typische Lemberger Wein-Geschmack kommt vor allem bei der trockenen oder halbtrockenen Variante besonders gut zur Geltung.

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Zu welchem Essen passt ein Lemberger Rotwein?

Dank der großen Vielfalt der Lemberger Rebe können Sie den Lemberger Wein zu vielen verschiedenen Gerichten servieren. Die jüngeren und in der Regel fruchtigeren Weine sind ideale Begleiter zu einem Grillabend mit bunt gemischtem Fleisch und gegrilltem Gemüse. Der kräftigere Lemberger Wein, welcher durch seinen Ausbau viel mehr Gerbstoffe mit sich bringt, eignet sich auch hervorragend als Begleiter für kräftige Schmorgerichte. Der Lemberger Rotwein ist ein idealer Begleiter zu schwäbischem Zwiebelrostbraten oder auch zu einem herzhaften Hartkäse. Genießen Sie den Lemberger Wein-Geschmack mit seinen vielfältigen Aromen zu Käse, frischer Wurst oder geräuchertem Schinken bei einer deftigen Brotzeit. Sie sehen also, dass der Lemberger Wein mit seiner feinen, aber dennoch sehr präsenten Struktur, der perfekte Begleiter zu vielen Gerichten ist. 🍷

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