Blauer Portugieser Wein – alles zur Portugieser Rebsorte im Überblick

Der Portugieser Rotwein ist ein in Deutschland und in Österreich beliebter Sommerwein, welcher in verschiedenen Ausbau-Varianten angeboten wird. Die Portugieser Traube mit ihrer hohen Flexibilität erlaubt es den Winzern nicht nur einen Portugieser Rotwein, sondern diesen auch als Rosé und als Weißherbst anzubauen. Somit kann der Blau Portugieser mit einer erheblichen Bandbreite aufwarten und überzeugen. Wir zeigen Ihnen, was Sie zu dieser Portugieser Rebsorte wissen sollten.

In welchen Weinregionen / Weinländer wird die Blaue Portugieser Traube angebaut?

Experten streiten sich noch immer, ob die Portugieser Traube wirklich ursprünglich aus Portugal stammt. Der Überlieferung nach wurde diese Rebsorte von Gesandten zwischen 1770 bis 1780 nach Österreich gebracht und dort zunächst einmal kultiviert. Im Laufe der Zeit wurde die Rebsorte auch nach Deutschland exportiert und dort angebaut. Vor allem in Deutschland ist der Blauer Portugieser Rotwein sehr beliebt und wird an vielen Regionen angebaut. Die Portugieser Rebsorte ist die am dritthäufigsten angebaute Rotwein-Rebsorte in Deutschland. In Österreich hingegen wird der Blauer Portugieser Wein vor allem in der Weinregion von Niederösterreich produziert. Vor allem der Weißherbst erlangt in den letzten Jahren immer mehr Bedeutung, sodass immer mehr Winzer die Portugieser Traube als Weißwein auf den Markt bringen. Damit etabliert sich der Portugieser Rotwein als anerkannter Platzhirsch in vielen Anbaugebieten.

Charakter der blauen Portugieser Rebe

Die Portugieser Rebsorte stellt keine hohen Anforderungen an den Boden und kann auch in flachen Anbaugebieten hervorragend wachsen. Einzig Frost ist der Rebsorte unangenehm und kann zu einem Ausfall der Ernte führen. Zudem treibt der Portugieser Wein sehr früh aus, sodass die Trauben meist bereits in der ersten Hälfte des Septembers geerntet werden können. Die großen und luftigen Trauben zeichnen sich durch ihr mildes und leichtes Aroma mit wenig Säure und ebenfalls wenig Gerbstoffen aus, sodass der Blaue Portugieser Wein meist sehr früh genossen werden kann. Zudem sind die Weine meist leicht und mit geringem Alkoholgehalt versehen, was den Blauen Portugieser Wein zu einem perfekten Alltagswein macht. Kenner bezeichnen den Wein gerne als vollmundig und angenehm abgerundet. Einzig der Blaue Portugieser in lieblich ist den meisten Kennern zu süß und zu verspielt in seiner Struktur.

Wie wird die Rebsorte blauer Portugieser verarbeitet? – Reiner Portugieser? Cuvées?

Der Portugieser Rotwein wird aufgrund seiner charakteristischen Eigenschaften kaum für Cuvées verwendet, sondern in der Regel sortenrein angebaut und gekeltert. Denn die typischen Eigenschaften der Portugieser Traube würden in einem Cuvée untergehen und ihren Charakter kaum entfalten können. Besonders beliebt und am häufigsten angebaut ist der Blauer Portugieser Rotwein, welcher sich hervorragend als leichter Sommerwein eignet. Doch auch ein Portugieser Rotwein halbtrocken kann durch seine typischen Aromen überzeugen. Ein Blauer Portugieser lieblich ist eher selten zu finden, da die feine Säure des Rotweins einen lieblichen Ausbau deutlich erschwert. Eine Besonderheit des Blauen Portugieser Weines ist dessen bereits früh trinkbare Struktur, sodass er deutlich früher als viele andere Rotweine verköstigt werden kann. Die Portugieser Rebsorte ist somit ein perfekter Begleiter für frische Alltagsweine, welche sich durch ihr vollmundiges Aroma auszeichnen.

Wie ist der Ausbau bei der blauen Portugieser Traube?

Das bekannteste Produkt der Portugieser Rebsorte ist der Portugieser Rotwein, welcher besonders jung und oftmals auch deutlich kühler getrunken werden kann. Doch neben dem Portugieser Rotwein halbtrocken und manchmal auch dem Blau Portugieser lieblich wird aus der Rebsorte gerne auch ein faszinierender Rosé Wein gekeltert. Dieser überzeugt im Gegensatz zum Blauen Portugieser Rotwein durch noch mehr Fruchtigkeit und Säure. Auch als Weißherbst wird die Portugieser Rebsorte gekeltert. Dabei handelt es sich um einen Weißwein, welcher ausschließlich aus einer Rotwein-Rebsorte hergestellt wird. Bei dem Blauen Portugieser Wein als Weißherbst werden vor allem die fruchtigen Noten deutlich betont und treten klar in den Vordergrund. Charakteristisch für die Portugieser Rebsorte sind Aromen von Johannisbeere, Himbeere, Erdbeere und Sauerkirsche, welche vor allem beim Portugieser Rotwein von einer leichten Pfeffernote im Abgang ergänzt werden.

Mehr zum Thema Weinsorten & Rebsorten

Zu welchem Essen passt ein blauer Portugieser als Rotwein?

Ein Blauer Portugieser Wein ist ein leichter und sommerlicher Wein. Damit eignet sich der Portugieser Rotwein halbtrocken beispielsweise hervorragend zu Grillgerichten sowie zu gegrilltem Fisch oder Salat. Allzu kräftigen Speisen kann die Portugieser Traube allerdings nichts entgegensetzen, da hierfür die Tannine zu schwach ausgeprägt sind. Verzichten Sie vor allem auf zu fettige und zu intensive Fleischsorten. Für Geflügel, Fisch und Meeresfrüchten ist der Blauer Portugieser Rotwein allerdings ein hervorragender Begleiter.
Die ideale Trinktemperatur beim Blauer Portugieser Wein weicht deutlich von den Empfehlungen für andere Weine ab. So sollten Sie den Rosé Wein bei 9-13°C genießen. Der Portugieser Rotwein erhält bei einer Trinktemperatur von 14-16°C ein perfektes Aroma. Vor allem als Portugieser Rotwein halbtrocken sollten Sie die Trinktemperatur genau beachten, da sich bei kühlerer Temperatur der Geschmack vollends entfalten kann. 🍷

Bildquellen:

  • 2020-08-15 12.24.40: wein-wissen.net