Barbera Wein – Was Sie über die Barbera Rebsorte wissen sollten

Der Barbera Wein ist bereits sehr lange bekannt, galt aber lange Jahre als Wein zweiter Klasse, welcher vor allem in Italien als Alltagswein verwendet wurde. Doch in den letzten Jahrzehnten hat sich dies deutlich geändert. Die Barbera Rebsorte hat nicht nur enorm an Bedeutung gewonnen, auch die Qualität der Weine aus dieser Rebsorte ist enorm angestiegen. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie beim Barbera Rotwein achten sollten und wie Sie den Barbera Wein-Geschmack am besten genießen.

In welchen Weinregionen / Weinländer wird die Barbera Traube angebaut?

Die Barbera Rebsorte wurde über viele Jahre ausschließlich in Italien und dort vor allem im Piemont angebaut. Doch mit der größeren Beliebtheit der Rebsorte wuchs auch dessen Verbreitung hinsichtlich der Anbauregionen. Da der Wein zudem in seinem Anbau genügsam und ertragreich ist, finden sich weitere Anbauflächen mittlerweile vor allem in dem Weinland Kalifornien. Darüber hinaus können Sie die Barbera Rebsorte auch in Mexico, Argentinien, Brasilien und Uruguay finden. Auch Griechenland und Südafrika haben sich mittlerweile als Weinländer etabliert.
Wichtig für den Barbera Wein sind vor allem die Böden. Kalkreiche und feinkörnige Böden werden von der Barbera Traube bevorzugt. Zudem benötigt die Barbera Rebsorte eine warme und sonnige Ausrichtung und wenig Nässe. Vor allem bei Staunässe kann es beim Anbau der Reben schnell zu Problemen kommen. Insgesamt ist die Barbera Rebsorte äußerst ertragreich, sodass die Reben mehrmals beschnitten werden müssen, um eine Überproduktion zu verhindern. Aufgrund der großen Bandbreite der Rebsorte und der Traube können unterschiedliche Weinstile kultiviert werden. Der Barbera Rotwein kann von trockenen bis lieblichen oder auch perlenden Abfüllungen verarbeitet werden.

Charakter der Barbera Rebe

Der Barbera Wein zeichnet sich durch seinen intensiv fruchtigen Geschmack mit nur wenig Gerbstoffen aus. Das Aroma von Wildkirsche, Vanille und auch Piemont-Kirsche wird mit der Reife des Weins immer intensiver. Der typische Barbera Wein-Geschmack wird bei der Reife noch durch Aromen nach Herbstlaub und feuchter Erde ergänzt. Der Barbera Wein ist in der Regel sehr säurelastig, was allerdings in den letzten Jahren deutlich reduziert wurde. Der Barbera Wein wird noch immer durch die kräftige Säure getragen, bleibt aber dank der starken Fruchtigkeit immer leicht und angenehm bekömmlich. Die Barbera Rebsorte entfaltet hier ihr volles Potenzial.

Wie ist der Ausbau bei der Barbera Traube?

In der Regel wird die Barbera Rebsorte sortenrein vergoren, da nur so der einzigartige Geschmack der Trauben im Barbera Wein erreicht werden kann. Dies gilt allerdings vor allem für die Weine, welche im Piemont angebaut werden. Viele der Kalifornischen Sorten hingegen werden auch als Cuvées angeboten, sodass hier das Angebot nochmals differenziert werden muss. Das Besondere an der Barbera Traube ist ihre enorme Vielseitigkeit. So finden Sie den Barbera Wein sowohl in einer trockenen als auch in einer lieblichen Variante. Auch Schaumweine aus der Barbera Rebsorte sind mittlerweile im Handel erhältlich. Wichtig ist, dass die guten Weine der Barbera Rebsorte heute sehr häufig im Barrique ausgebaut werden, da sie sich dort entfalten können. Die längere Lagerung bekommt dem Barbera Rotwein gut, welcher mehr Charakter entwickelt und eine enorme geschmackliche Tiefe entwickelt. Nach einer Lagerdauer von rund fünf Jahren nähert sich der Charakter des Weins einem guten Barolo an und ist somit absolut konkurrenzfähig.

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Zu welchem Essen passt ein Barbera Rotwein?

So mancher Barbera Wein eignet sich aufgrund seines eher schwach ausgebildeten Körpers als Alltagswein, welcher nicht unbedingt zum Essen serviert werden sollte. Anders sieht es aus, wenn Sie einen gut gereiften und körperbetonten Barbera Rotwein wählen. Der typische Barbera Wein-Geschmack harmoniert dann hervorragend mit den verschiedenen Gerichten der mediterranen Küche. Egal ob Pasta, gegrillter Fisch oder kräftiges Gemüse, der Barbera Wein-Geschmack entfaltet sich in dieser Kombination hervorragend. Auch eine kräftige Tomatensauce kann den Barbera Wein nicht unterdrücken, sondern kitzelt den intensiven Barbera Wein-Geschmack hervor. Einzig zu kräftigen Schmorgerichten sollten Sie den Barbera Rotwein nicht wählen, da diesem die starke Säure fehlt, welche solche Gerichte als Konter benötigen. Probieren Sie die verschiedenen Weine aus der Barbera Traube einfach mit den verschiedenen Gerichten des Mittelmeer-Raums aus. Sie werden überrascht sein, mit wie vielen Aromen der Barbera Wein-Geschmack harmonieren kann. 🍷

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